Chinesisches Neujahr am 16. Februar

Frühlingsbeginn einmal anders gesehen

Das neue Jahr nach dem gregorianischen (westlichen/christlichen) Kalender hat am 1.1.2018 begonnen. Das chinesische Neujahrsfest, das wichtigste Fest im asiatischen Raum, wird jährlich an unterschiedlichen Tagen, nämlich an einem Neumond zwischen dem 21.1. und 21.2. gefeiert. Dieses Jahr findet es am 16.2.18 statt.

Pudelinchen / Pixabay

Die Energie des Frühlings nach der Traditionellen Chines. Medizin (TCM) bzw. die Wandlungsphase Holz ist bereits schon jetzt fühlbar und hat den Höhepunkt zur Tagundnachtgleiche (unserem Frühlingsanfang, 20. März) erreicht. Dabei geht es nicht ausschließlich um Holz als materielle Substanz, sondern um die Qualität einer Dynamik: Das geringere oder kleine YANG (emporsteigende Bewegungsenergie), das eben gerade dem großen YIN (ruhende Sammlungsenergie) der Wandlungsphase Wasser (dem Winter) entspringt. Die Knospen gehen auf, das erste zarte Grün zeigt sich nach einer langen Phase des Ruhens und Innehaltens. Junge Pflanzentriebe durchbohren die Erdkruste auf ihrem Weg ans Licht. Diese Kraft ist es, die sogar Asphalt durchbricht, die mit Holz bezeichnet wird.

Entsprechungen der Wandlungsphase Holz

Die 5 Wandlungsphasen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) können auf alle dynamischen Prozesse des Universums angewendet werden und es gibt sehr viele Analogien, hier die wichtigsten für das Holz im Sinne der TCM:

Entsprechungen im Außen: Farbe Grün, Jahreszeit Frühling, Richtung Osten, Bewegungstendenz nach oben/außen, Geschmacksrichtungen sauer, bioklimatischer Faktor Wind, initialer Impuls (der Zeugung, des Beginns, etc.)

Entsprechungen im Innen: Organe Leber/Gallenblase, Sinnesorgane Augen, Körpergewebe Bänder und Sehnen, Emotionen Zorn/Wut/Ärger, pathogener (krankmachender) Faktor Wind

Wenn wir in Resonanz mit dieser Frühlingsenergie im Außen sind, gehen wir nun früh in die Beschleunigung, sind tagsüber produktiv und voller Energie und Tatendrang – die alltäglichen Aufgaben gehen leicht von der Hand und alles läuft in die richtige Richtung. Wir haben Lust auf neue Entdeckungen und sind eher bereit, die Trampelpfade der Gewohnheiten spontan zu verlassen. Vorausgesetzt wir haben uns im vorangegangenen Winter Zeit und Ruhe zur Sammlung und Erholung gegeben und uns nicht durch übermäßigen Aktionismus zur falschen Zeit verausgabt. Dann kann es sein, dass einem die Frühjahrsmüdigkeit überfällt oder wir einer akuten Erkrankung erlegen sind.

Passend zum Frühling:

Sport oder Spaziergänge an der frischen Luft oder Taichi/ Qigong, aber Vorsicht vor dem Wind, leicht verdauliches Essen, vermehrt saure Geschmäcker, Hühnchen,Weizen/ Gerste/ Grünkern gekocht sowie Schnittlauch / Zwiebel / Lauch, Sauerrahm, Sauerkraut… Umgebe Dich mit grünen Farben im Einklang mit dem sprießendem Grün der Natur, höre Gitarrenmusik. Nehme Dir öfter etwas Neues vor und trainiere dich damit Entscheidungen zu treffen. Versuche für die Zukunft, Dein Leben besser zu planen, denn jetzt im Frühling hast Du die beste Unterstützung aus der Natur dafür.

 

Einen energiereichen Frühling wünscht
Peggy Peilstöcker (HP für Akupunktur u. Chinesische Medizin)

Neueröffnung Waldkita “Waldwurzelweg”

In Birkenhain zwischen Bäumen und Sträuchern, unmittelbar im Wald, wird am 1. Oktober diesen Jahres ein Waldkindergarten eröffnen. Er nennt sich „Waldwurzelweg“, und so werden wir dort künftig zwischen Wurzeln und Wegen zu treffen sein…

Zwischen 8:00 und 12:30 Uhr werden in der Großen Heide (zwischen Prenzlau und Haßleben) Kinder von 3-6 Jahren und Erwachsene gemeinsam die Umgebung erkunden, den Vogelstimmen lauschen, Tierspuren entdecken, Pflanzen erkennen und vieles mehr.
Auf dem Gelände der Waldkita befindet sich ein ausgebauter Bauwagen, der zum Verweilen an allzu kalten Tagen und als Treffpunkt genutzt wird.
Im Laufe der Zeit möchten wir gemeinsam mit den Kindern einen Garten anlegen, der zum Anbauen von Kartoffeln, Kräutern & Co. einlädt. Zwei weitere liebevoll und kindgerechte Bauwagen werden unseren Kindergarten zusätzlich bereichern. Einer wird einen Malort nach Arno Stern beherbergen. Hier können die Kinder der Waldkita das freie Malspiel erleben: Ein beglückendes Spiel mit Farben in einem geschützten Raum. Dieser bewertungsfreie Ort gibt Kraft, Halt und innere Ruhe, um eigenen Wegen auf dem Papier freien Raum zu lassen.
In dem anderen Wagen soll eine Werkstatt entstehen, der den Kindern in altersgerechter Form das Bearbeiten von Naturmaterialien ermöglicht.

    

Der Wald und die Waldpädagogik bergen einen unermesslichen Schatz, den die Natur für die Kompetenzentwicklung unserer Kinder bereit hält. Vielfältige Studien belegen hier den Zugewinn an Gesundheit, Konzentration, motorischen Fähigkeiten und Phantasie. Zum Beispiel kann ein Stock heute dies und morgen schon etwas anders für Kinder darstellen.
Die Natur die sich im Jahreskreislauf verändert, besticht nicht nur durch die Ästhetik ihres Schauspiels, sondern lässt auch Fragen entstehen: wie, was, warum – Erkenntnisse werden hier erfahren, freudvoll und nachhaltig.
Alle Naturwissenschaften, welche später oft mühevoll den Kindern beigebracht werden, sind in der Natur begründet und werden draußen erfahrbar gemacht. Die Kinder haben die Möglichkeit Veränderungen in der Natur mit allen Sinnen zu erleben: Naturphänomene, Wettereinflüsse, Materialeigenschaften, die Schwerkraft, Aggregatzustände und vieles mehr.

Noch sind Plätze frei… Anmeldungen bitte unter waldkita-prenzlau@gmx.de

Mehr Informationen auf www.wakib.de/waldkita-waldwurzelweg/

UPDATE (23.09.): Beitrag bei Uckermark TV

Der Wald – ein pflanzliches Antidepressivum

waldFast den gesamten Teil ihrer 2 Millionen Jahre andauernden Geschichte verbrachte die Menschheit in natürlichen Umgebungen. Durch die industrielle Revolution und die damit verbundene Verstädterung wurde nicht mehr die Natur, sondern urbane Ballungszentren zum Lebensraum für den Großteil der Menschheit. Typisch für das Leben in der Stadt ist ein erhöhter Stresslevel, dem seine Bewohner ausgesetzt sind. Dies nicht zuletzt durch die zunehmende Benutzung und deren elektromagnetische Strahlung (z.B. WLAN) von Display-Geräten wie Smartphones oder Tablets, die unter dem Schlagwort “Technostress” die mentale Belastung erhöhen.

Dauerstress leert die Energiereserven des Körpers und führt aufgrund mangelnder Regenerationszeit zum seelischen und körperlichen Ausbrennen durch Daueraktivierung des Sympathikus. Sein Gegenspieler der Parasympathikus wird auch als Ruhenerv bezeichnet. Er steht auf der psychischen Ebene für Entspannung und Erholung, auf der Ebene des Körpers für Energiegewinnung, Regeneration, Wundheilung u.a. Reparaturprozesse. Überwiegt der Anteil der sympathikotonen Reaktionslage, kann dies zu Regulationsstörungen und Beschwerden wie z.B. Schlafstörungen, Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Herzklopfen u.a. kommen.

Von der heilsamen Wirkung des Waldes

Das, was der Mensch erlebt, wenn er einen Wald betritt, kann als Atmosphäre des Waldes bezeichnet werden, als eine Summe der vielen Eindrücke, die sich ihm anbieten. Interessanterweise empfinden viele Menschen diese Atmosphäre als Stille, wobei darunter kaum eine Stille im akustischen Sinne zu verstehen ist. Denn der Wald ist selten still. Das Erleben der Stille scheint vielmehr auf paradoxe Weise durch die Geräusche und sonstigen Reize des Waldes hervorgerufen, die eine tiefe Schicht in uns berühren.

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