Der Wald – ein pflanzliches Antidepressivum

waldFast den gesamten Teil ihrer 2 Millionen Jahre andauernden Geschichte verbrachte die Menschheit in natürlichen Umgebungen. Durch die industrielle Revolution und die damit verbundene Verstädterung wurde nicht mehr die Natur, sondern urbane Ballungszentren zum Lebensraum für den Großteil der Menschheit. Typisch für das Leben in der Stadt ist ein erhöhter Stresslevel, dem seine Bewohner ausgesetzt sind. Dies nicht zuletzt durch die zunehmende Benutzung und deren elektromagnetische Strahlung (z.B. WLAN) von Display-Geräten wie Smartphones oder Tablets, die unter dem Schlagwort “Technostress” die mentale Belastung erhöhen.

Dauerstress leert die Energiereserven des Körpers und führt aufgrund mangelnder Regenerationszeit zum seelischen und körperlichen Ausbrennen durch Daueraktivierung des Sympathikus. Sein Gegenspieler der Parasympathikus wird auch als Ruhenerv bezeichnet. Er steht auf der psychischen Ebene für Entspannung und Erholung, auf der Ebene des Körpers für Energiegewinnung, Regeneration, Wundheilung u.a. Reparaturprozesse. Überwiegt der Anteil der sympathikotonen Reaktionslage, kann dies zu Regulationsstörungen und Beschwerden wie z.B. Schlafstörungen, Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Herzklopfen u.a. kommen.

Von der heilsamen Wirkung des Waldes

Das, was der Mensch erlebt, wenn er einen Wald betritt, kann als Atmosphäre des Waldes bezeichnet werden, als eine Summe der vielen Eindrücke, die sich ihm anbieten. Interessanterweise empfinden viele Menschen diese Atmosphäre als Stille, wobei darunter kaum eine Stille im akustischen Sinne zu verstehen ist. Denn der Wald ist selten still. Das Erleben der Stille scheint vielmehr auf paradoxe Weise durch die Geräusche und sonstigen Reize des Waldes hervorgerufen, die eine tiefe Schicht in uns berühren.

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