Zweifelhafte Gas-Exploration um Zehdenick, ein zweites Salzwedel?

Im Wasserschutzgebiet zwischen Templin und Zehdenick sollen noch im Januar 2019 die seismischen Tests für die traditionelle Gasförderung mit der Vorerkundung beginnen. Es regt sich Unbehagen bei der ansässigen Bevölkerung, wenn solche gravierenden Eingriffe, wie eine Gasförderung in der unmittelbaren Nachbarschaft geplant sind. Welche Risiken und Auswirkungen auf das Schutzgebiet sind zu erwarten? Wie wird die Landschaft sich nach 20 Jahren Gasförderung verändert haben? Welche renaturierende Maßnahmen werden nach der Produktionsphase und dem Rückbau der Anlagen tatsächlich umgesetzt, wenn möglicherweise die beauftragte Firma nicht mehr existent ist?

Schon in der Phase der Probe-Untersuchungen sind Risiken durch die seismischen Messungen zu berücksichtigen, da hierbei der Boden unnatürlichen hohen Erschütterungen ausgesetzt wird. Mögliche Havarien mit großen Auswirkungen auf die Umwelt können nicht ausgeschlossen werden. Das Gebiet der zweifelhaften GAS-Exploration im Herzen der Uckermark umfasst über 350 Quadratkilometer. Zweifelhaft ist auch, ob die angestrebte Förderung dem entgegenstehendem Aufwand der Qualität des Gases gerecht wird. Es soll mit riesigem Aufwand aus über 4000 m an die Erdoberfläche geholt werden.

Weitere Details zu diesem Vorhaben sind bei der beauftragten Firma Jasper Resources nachzulesen.
Der MDR hat Mitte des Jahres 2018 einen Beitrag (30 min.) ausgestrahlt, der Aufschluss über die Gasförderung damals in Salzwedel (im Osten von Sachsen-Anhalt) gibt. Die im Film gezeigten Fördertechniken und Sicherheitsanforderungen sind heute natürlich weiterentwickelt. Die Befürchtungen der Bewohner um Zehdenick und Templin sind aber nach dem Filmbeitrag absolut nachvollziehbar und verständlich.

Quelle: Youtube