Demokratiepreis Barnim Uckermark

Jetzt bewerben! An alle engagierten Menschen aus Uckermark und Barnim, bewerbt Euch jetzt noch bis zum 19.10. für den Demokratiepreis der Bürgerstiftung. 3x 1.500 € würdigen Euer Engagement für demokratische Kultur und eine lebenswerte Gesellschaft.

http://buergerstiftung-barnim-uckermark.de/demokratiepreis

Wie erkläre ich das UmSoNet meinen Kindern?

Jetzt haben wir endlich die Lösung! Hier eines der netten Erklär-Videos für den Versuch unsere Plattform jemanden zu erklären. Wie funktioniert das UmSoNet in knapp zweieinhalb Minuten anschaulich dargestellt. Der Sprecher heißt Hans und ist angeblich mit eLisa, unserer neuen Kollegin im Team verwandt. Namen und Personen sind frei erfunden und haben keinen Bezug zu unseren Mitgliedern. Die Szenen wurden nachgestellt. Wir danken dem Team der Simplesshow GmbH in Berlin für die Unterstützung. Die Produktionskosten belaufen sich auf 21 Coins und zwei Tassen Kaffee.

Watt isn an umsonet from UmSoNet on Vimeo.

Mein Landleben & anderes (14)

Wie man Buddha zum Lachen bringt

Wer kennt das nicht: Plan A ist gescheitert, Plan B hatte Fehler, und schwupps ist man bei Plan C!? Zugegeben, nicht jeder Mensch ist dazu in der Lage. Hört man sich um, scheinen viele nicht mal einen ersten Plan für das eigene Leben zu haben. Jedenfalls macht es im Alltag den Eindruck, wenn sie ihr Lamento ausschütten wie altes Spülwasser. Aber dann gibt es da noch die Anderen. Einer von ihnen ist mein junger Freund Rudi.

Rudi ist inzwischen bei Plan S angelangt. Er ist der geborene Planer. Und irgendwie ist er auch ein Tierversteher. Mit diesen beiden Begabungen hat er sein erwachsenes Leben in die Hand genommen und konsequent mit A begonnen. Mit seinem ersten Projekt wollte er den Ameisenbär wieder in unserer Gegend ansiedeln. Dass es den in der Region gegeben haben muss, ist angesichts der Schäden und Belästigungen durch Ameisen nur logisch. Also hatte er schnell Kooperationspartner und Unterstützer an seiner Seite: Die Forstwirtschaft war begeistert, der Touristikverein witterte eine Chance, die Stadt wollte ihr Wappen ändern. Die umliegenden Ganztagsschulen gründeten schon mal vorab Wald-AGs, in denen Rudi ehrenamtlich Vorträge über den Ameisenbär hielt. Der Zoo wollte Rudi eine Halbtagsstelle als Ranger einrichten. Der Naturschutz dachte sich, dass der Ameisenbär nach der Rückkehr des Wolfes auch gut in die Landschaft passen würde – und dass ein Bär schließlich ein Bär wäre. Gescheitert ist dann alles am Zoll. Tja, jeder hat seine Aufgabe und Visionen, also auch der Zoll.

Den Kopf hat Rudi aber deswegen nicht hängen lassen. Vielleicht gab es für ihn schon lange den Plan B. Es war das Domestizieren der Beutelmeise. Er wollte sie für die Jagd auf Nacktschnecken abrichten. Damit hatte er natürlich auf dem Land den überreizten Nerv einer riesigen Klientel getroffen. Und im wahrsten Sinne flugs alle Kleingartenbesitzer und einen Großteil der ländlichen Bevölkerung hinter sich. Die erzwungen nach dem ersten Zeitungsartikel über Rudis Vorhaben mittels Petitionen eine Unterstützung durch die Regionalpolitiker. So bekam Rudi das Gelände einer ehemaligen LPG zum symbolischen Ein-Euro-Preis verkauft, wo er riesige Volieren errichten ließ. Anschließend musste natürlich auch ein Sichtschutz her, dass er ungestört von Presse, Schaulustigen und vor allem Investoren mit den Beutelmeisen trainieren konnte. Dann wurde es lange still um den Fortgang seines Projekts. Aus dieser Zeit rühren auch die Anfänge unserer Freundschaft. Kurze Zeit vorher hatten wir uns flüchtig auf einer Kontakt-Messe kennengelernt. Jetzt bat er mich, ihn bei der Erziehung der Beutelmeisen zu unterstützen. Nein, es war keine große Aufgabe, die er mir antrug. Ich musste lediglich die in handelsüblichen und sogenannten Maurertuppen angelieferten Nacktschnecken aus der Umgebung entgegennehmen und katalogisieren. Rudi hatte sich in den Kopf gesetzt, für jede Sorte lokaler Nacktschnecken die passenden Beutelmeisen-Charaktere herauszufinden. Um seinen Kunden eine Garantie geben zu können. Dazu braucht man eine Systematik und eine gut dokumentierte Forschung, welche einer Universität würdig ist. Wie gesagt, Rudi ist ein kluger Kopf. Was er nicht bedacht hatte, war die Größe der Schnecken. Nach einer Woche harten Trainings kam er zu mir ins Büro und meinte zerknirscht: „Die Meisen haben zu kleine Beutel, da passt nicht mal eine Schnecke rein.“

Aber Rudi fing sich wieder. Wir ließen alle Vögel frei und kurzzeitig gab es eine Beutelmeisen-Plage in der Region, die aber nur die Besitzer von großen Sonnenblumenfeldern störte. Plan C war ein Chinchilla-Circus, mit dem Rudi in Island gastierte. Die Isländer waren hin und weg von dieser Sensation, seine Tour wurde von staatlicher Seite gefördert und er bekam auch einen landestypischen Orden für seine Verdienste. Das alles ereignete sich in der ersten Woche seines Gastspiels auf der Insel. Denn schon kurz nach diesem umjubelten Auftakt begannen die Chinchillas mangels geeigneter Nahrung die Manege zu zerlegen. So gelangten sie in die freie Wildbahn und waren nicht mehr gesehen. Schließlich sind sie nachtaktiv.

Inzwischen arbeitet Rudi – nach vielen anderen Unternehmungen und wie schon erwähnt – an Plan S. Als Planer, der vollständig von seiner Aufgabe durchdrungen ist, hält er sich tatsächlich bei seinen Projekten an das Alphabet. Aktuell: die Schafstelze. Ach, ich beneide diese jungen Menschen wie Rudi. Sie haben immer eine zündende Idee, sind auf der Höhe der Zeit und wirken für die Gemeinschaft. In unserer Region gibt es viele Schafhalter und also auch noch mehr Schafe. Außerdem ein allmählich erwachendes Bewusstsein für ökologisch-natürliches Bauen. Schafwolle ist ein hervorragender Dämmstoff. Also hat er einige Schwärme von Schafstelzen dazu abgerichtet, Schafwolle in großen Mengen einzusammeln. Anschließend liefern sie ihren Ertrag in einer nahe gelegenen Dämmstoff-Fabrik ab. Damit sparen Schafhalter die Kosten für den Schafscherer, Touristen werden nicht mehr von rumfliegenden Wollflusen belästigt und die Schafe sind glücklich über die tägliche Massage. Nur ein kleines Problem ist inzwischen aufgetreten. Einige Schafstelzen wurden ertappt, als sie Wolle für eigene Nester abzweigten. Diese hatten schon Größen erreicht, als wollten Kraniche darin brüten. Aber auch dafür wird Rudi eine Lösung finden.

Also: Wie bringst du Buddha zum Lachen? Genau: Du machst einen Plan und erzählst ihm davon. Wenn du aber einen Lachanfall erleben willst, hältst du – egal, was passiert – einfach ganz fest an deinem Plan. Willst du aber mit ihm lachen, dann mach Pläne und überlass dich dem Leben.

LETSgo – ein lokales Handelssystem. Bezahlen mit dem Ucker-Coin

LETSgo – Local Exchange Trading System

Das Uckermark-Social-Network erweitert das Serviceangebot um ein Lokales Handels- und Tauschsystem “LETSgo”. Jede/r Nutzer*in hat nun ein Konto, mit dem Waren und Dienstleistungen (z.B. Gemüse, Gartenarbeit, Nachhilfestunden, Massage oder Hilfe bei IT-Dienstleistungen) verrechnet werden können. Der Wert des Ucker-Coins orientiert sich an der Landeswährung, kann aber nicht 1:1 eingetauscht werden.

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Gülle-Ausbringung bei Dauerfrost u. Verstoß gegen Sonntagsfahrverbot

Seit Tagen herrscht Dauerfrost im Bereich von -3 bis -12 Grad und das Ausbringen von Gülle ist gemäß der Düngeverordnung deshalb verboten. Puuhh.. es stinkt uns gewaltig! Ab Freitagabend lässt man lieber das Fenster im Dorf geschlossen. Trotz tiefem Bodenfrost wird Gülle ausgebracht! Die Ausscheidungen von über ca. 5.500 Rinder ist eine Herausforderung und wenn die Speicher voll sind, muss es raus aufs Land. Aber bitte nicht, wenn die Böden steinhart gefroren sind. Die Gülle bleibt so an der Oberfläche, stinkt zum Himmel (Feinstaub) und bei Niederschlägen wird sie in die nahe gelegenen Oberflächengewässer gespült.

Gülleausbringung bei Bodenfrost am Sonntag 18. März 2018

Seit Freitag donnern hochglanzpoliert rote Gülletransporter eines Fuhrunternehmers aus Osnabrück im Takt von 30 min. die Dorfstraße auf und ab. Sonntags herrscht Fahrverbot für LKW ab 7,5 t und es gibt für Gülletransporte keine Ausnahmegenehmigung. Die schweren Tanklastwagen fahren ab 5:30h auch am Sonntag Gülle von einem  Agrarunternehmen in Dedelow auf ein Flurstück zwischen Schönwerder und Bandelow (eine mit Entwässerungsgräben durchzogene Fläche mit Anschluss an den nicht weit entfernten Bach Ucker).

Derzeit findet eine amtliche Überprüfung statt, ob ein Verstoß gegen die Düngerverordnung und des Fahrverbots vorliegt. Ein beauftragter Fahrer wurde direkt von der Polizei Uckermark am Sonntag vor Ort angesprochen. Ab ca. 16:30h wurden danach die Gülletransporte eingestellt.

Am folgenden Tag, Montag 19. März ab ca. 5:30h wurden die Gülletransporte fortgesetzt.

Melden könnt Ihr solche Verstöße direkt an das Dezernat für Bauen, Bildung, Landwirtschaft, Umwelt und Kreisentwicklung.

Weitere Informationen und ein Interview zum Thema:

Gleichgültig ob Acker oder Wiese: auf schneebedeckten und/oder gefrorenen Böden darf nach den Vorschriften der Düngeverordnung keine Gülle ausgebracht werden. Missachten Landwirte das Verbot, machen sie sich strafbar.

Quelle: Düngeverordnung: Verboten: Gülle-Ausbringung bei Schnee und Frost | Nachrichten | BR.de

Mein Landleben & anderes (13)

Ideen spalten, hydraulisch

Ich stehe gerade an meinem Holzspalter. Auf der Werkbank, ein paar Schritte entfernt, liegt ein Notizblock. Nach jedem gespaltenen Kloben – manchmal auch mittendrin – ziehe ich meine Handschuhe aus, gehe zu dem Block und notiere mir einige Zeilen. Dann wieder Handschuhe an, den nächsten Kloben raufwuchten und spalten. Das ist mein Alltag.

Wie es dazu kam? Jeder, der schon mal versucht hat, Geschichten zu schreiben, weiß, dass einige begünstigende Faktoren zusammenkommen müssen. Zumindest, um gute Geschichten zu schreiben. Ich will hier niemanden langweilen, aber ein für mich wichtiger Faktor ist: Ruhe. Auch wenn Charles Bukowski mal gesagt haben soll, dass diese Vorstellung „shit“ ist und dass in Ruhe noch nie ein Meisterwerk entstanden ist. Vielleicht hatte er Recht für seine Person und wir sind vom Temperament sehr unterschiedlich. Und ob das Entstandene ein Meisterwerk ist, entscheiden meist doch andere Personen. Oft auch erst nach dem Ableben des Künstlers. Bei Charles und mir ist das anders. Aber wie dem auch sei, vielleicht ist „innere Stille“ ein treffender Begriff für den Zustand, den ich meine. Und den erreiche ich nicht, wenn ich von meiner Frau Luise ständig über ihre Alltagsverrichtungen informiert werde. Zum Beispiel macht sie das Bad mal von Grund auf sauber. Dabei sortiert sie aus. Alte Tablettenpackungen, überlagerte Crémes, nicht mehr funktionierende Moorschlammwärmflaschen und vieles mehr. Bei jedem Ding fragt sie mich, ob ich das noch behalten will. Das ist schon richtig, wir sind da sehr rücksichtsvoll miteinander. Aber wenn ich schreibe, dann  s c h r e i b e  ich! Was sowieso schon schwer ist in einem Durchgangszimmer, was mir als Arbeitszimmer dient. Alles geht durch dieses Zimmer und meinen Kopf, nur bleibt es nicht dort für eine Geschichte. Ich fühlte mich wie eine Durchgangsstation, bis sich unbeabsichtigt eine Lösung fand.

Irgendwann bemerkte ich, dass die meisten Geschichten beim Holzspalten in meinem Kopf entstehen. Warum das so ist? Nun, es ist eine langwierige Arbeit, da der Berg von Holzkloben, welcher im jahreszeitlichen Rhythmus unseren Hof füllt, groß ist. Außerdem bin ich allein bei dieser Arbeit, muss also mit niemandem reden. Würde auch gar nicht möglich sein, weil der Spalter zu viel Lärm macht. Ja, ich arbeite mit einem hydraulischen Gerät. Unser Ofen frisst Scheite bis 70 Zentimeter Länge. Körperkraft ist also mit einem Spalter nur zum Hochheben der Kloben nötig, ansonsten brauche ich vor allem Konzentration. Solches Arbeiten ist meditativ, kann ich Ihnen sagen. Ja, und dabei entstehen Geschichten. Also zuerst erscheinen nur Ideen in meinem Kopf, sehr grob wie diese Kloben. Wie das dann weiter geht, weiß ich nicht so genau. Aber ich habe folgende Vermutung: Die groben Ideen spaltet mein Denken in kleinere Teile, handlich in verschiedener Größe. Alle sind vom selben Material, also dem des Ursprungs-Ideen-Klotzes. Manchmal stammen sie auch vom vorherigen, dann war es wohl derselbe Baumstamm. So liegt dann eine Unzahl an Stücken vor mir (ach, frisch gespaltene Eiche duftet so herrlich). Die ich sortieren muss, dass eine echte Geschichte daraus wird. Das ist dann das Stapeln.

Als ich Luise davon das erste Mal begeistert erzähle, unterbricht sie mich, weil Berichte von meinen handwerklichen Tätigkeiten sie langweilen. Anders ist es mit Geschichten: „Wie hast du das denn früher gemacht, in der Stadt?“ Dazu muss ich kurz erwähnen, dass wir noch nicht lange verheiratet sind. Ich bin irritiert: „Da hatte ich doch keinen Holzofen, kein Holz und keinen Spalter.“ Sie schaut entrüstet: „Mann, das mit den Texten!“ In meinem Kopf spult die Zeit rückwärts. Grässliche Erinnerungen kommen hoch und ich stöhne: „Das willst du nicht wissen.“ Doch sie will. Also erzähle ich ihr, wie ich mit Mitte zwanzig Autor werden wollte. Welch ein Traum! Ich hatte zu der Zeit schon eine Menge Künstlerbiographien gelesen. Zumeist hatten diese Menschen in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts ihre kreative Zeit gehabt und viele wurde später von der Kunst- und Literaturgeschichte dem Expressionismus zugeordnet. Was waren das für Lebens- und Leidenswege! Also diese Literaten und bildenden Künstler waren in ihren Werken so kraftvoll, wie ich auch sein wollte. Dafür taten sie viel. In meiner Vorstellung unterteilte ich sie in zwei Typen: Die einen hatten ständig Gleichgesinnte und Anhänger um sich. Sie waren lautstark, feierten Partys, hatten jede Menge Sex, experimentierten mit Drogen und Alkohol soffen sie sowieso. Ihre Texte hatten etwas spontanes. Die anderen schrieben ihre Texte voller Tiefgang in dunklen Löchern, waren depressiv, arm und kauften den billigsten Fusel. Da ich schüchtern war, kaum Geld hatte, keine Groupies und auch sonst niemanden für Sex, blieb nur die zweite Variante. Es war anstrengend und einsam, kann ich Ihnen versichern. Eine Flasche Whisky, ein Vorrat an Tabak. Ansonsten in dem abgedunkelten und einzigen Raum meiner Wohnung nur meine mechanische Schreibmaschine und ich. Das sollte reichen, ging aber nicht gut. Mir ging es gar nicht gut und die Texte waren einfach nur schlecht.

Luise streicht mir über den Kopf: „Diese schlimme Zeit hast du ja jetzt hinter dir.“ Ja, habe ich, ein großes Seufzen schüttelt mich noch heute. Mein Leben auf dem Lande ist viel gesünder. Ich habe eine schöne und kluge Frau, die wunderbar kocht und meinen Tabak versteckt. Die Notwendigkeit des Holzspaltens und die Lust des Schreibens sind eine natürliche Symbiose eingegangen, denn inzwischen sind alle freien Stellen auf unserem Hof mit Holzstapeln zugestellt. Ich habe die Gewerbegenehmigung für einen Holzhandel in der Tasche und Gerüchte gehört, dass ich für einen großen deutschen Buchpreis nominiert sein soll.

Datenschutz: Whatsapp wird meist rechtswidrig genutzt

99 Prozent der deutschen Whatsapp-Nutzer verhielten sich “deliktisch”, weil sie dem Dienst Zugang zu den Daten ihrer Kontakte geben, sagt Thüringens Chef-Datenschützer Lutz Hasse. Whatsapp-Einsatz an Schulen unzulässig!

Quelle: Thüringens Datenschützer: Whatsapp wird meist rechtswidrig genutzt | heise online

Praxistipp, Holzhacken leichter gemacht

Eiskalt und trocken – Jetzt ist Zeit zum Brennholz machen.

Wer kennt das nicht? Beim Hacken eines einzelnen Holzklotzes muss man sich meist mehrmals bücken. Wir haben einen Tipp für Euch, den auch bestimmt Eure Krankenkassen gut finden, denn er ist rückenschonend. Wie das geht, zeigt hier das vierminütige Video. Viel Spaß beim Holzhacken. Entdeckt, getestet und nachgebaut von einem NeuUckermärker und Mitglied im UmSoNet. Wir danken Hans für seinen Beitrag.

Keine Privilegierung der Windkraft

Liebe Uckermärker, liebe Landschafts- und Naturschützer, es wurde eine wichtige Bundes-Petition gestartet. Bitte helft mit, leitet den Aufruf an Eure Bekannten, Verwanden, Vereine, Parteien und vergesst nicht Eure Ehepartner.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2017/_10/_04/Petition_74043.mitzeichnen.html

Achtung: Petition läuft nur einen Monat – bis 26.03.2018!!!

Mitzeichnen der Petition 74043

Raumordnung und Bauplanung – Abschaffung der bauplanerischen Privilegierung von Windkraftanlagen vom 04.10.2017

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge die Abschaffung der bauplanerischen Privilegierung von Windkraftanlagen (WKA) nach § 35 BauGB beschließen.

Begründung

Auf Grund der Privilegierung für den Bau von WKA (Windkraftanlage) nach § 35 BauGB hat jeder Bauherr in dieser Sache grundsätzlich erst einmal das „Recht“ eine Windkraftanlage zu bauen/errichten und zwar vor allen anderen Dingen, also privilegiert. Der Bau im ländlichen Raum, der ja eigentlich der Landwirtschaft vorbehalten ist wird damit zum Gewerbegebiet für den Windkraftausbau. Das Prüfungs- und Genehmigungsverfahren ist minimalistisch und eben durch das „Recht zum Bau“ schon vorweggenommen, es ist so gut wie gar nicht anfechtbar und mittlerweile stark standardisiert, es gibt dafür ein sogenanntes „vereinfachtes Verfahren“. Die Privilegierung für den Bau von WKA nach § 35 BauGB muss abgeschafft werden, damit dieser dann auch wie jeder andere „Bau“, wie jedes andere Industriegewerk eingereicht, geprüft, genehmigt und gebaut werden kann.Die beiden genannten „Abschaffungen“ gehören unmittelbar zusammen, denn die Windenergie mit hohem Tempo und Subventionen voranzutreiben, wenn der produzierte Strom nicht genutzt/abgenommen werden kann und dennoch bezahlt wird ist widersinnig und eine marktwirtschaftliche Wende in der Energiepolitik wäre ökologischer und ökonomischer. Dem Bäcker zahlt ja auch niemand die Brötchen, die er nicht verkaufen kann. Die Bürgerenergie neigt sich dem Ende zu, schon heute ist erkennbar, dass sich dahinter oft Konzerne verbergen. Es kann nicht im Sinne des Verbrauchers und wohl auch nicht im Sinne der Politik sein, dass sich Windkraftanlagenbetreiber, die oft auch die Planer sind oder eben gleich Konzerne unter dem Deckmantel der Energiewende die Taschen vollstopfen, indem diese die Subventionen kassieren. Der Stromkunde, der Bürger zahlt die Zeche und finanziert der Windbranche so sichere Kredite und schwarze Zahlen, das ist kein marktwirtschaftlicher Wettbewerb. Die Akzeptanz der Bevölkerung für den Bau von WKA wäre sicherlich größer, wenn dieser Energiewende-orientiert, nicht Windkraftbranchen-orientiert abliefe.